Alltag der Konzertfotografie

FAQ’s

Ihr habt Fragen und sucht Antworten, schlaue Ratschläge und Tipps – hier seid Ihr richtig. Und vielleicht interessieren die Antworten auch gleich Andere. Bitte bedenkt aber, dass ich ausschließlich Fragen rund um die Konzertfotografie hier bearbeiten werden (zumindest so gut es mir möglich sein wird).

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Darf man von Konzertfotos die man gemacht hat Poster verkaufen, also wo auch die Bands/Künstler abgebildet sind? Gibt es da Rechtliche "Hindernisse"? Gruß Flo
Mar. 4, 2012 by Florian
Darfst Du nicht - zumindest nicht, wenn Dir nicht gesonderte Erlaubnis vorliegt.

Künstler sind, spätestens wenn sie auf der Bühne stehen, Personen des öffentlichen Lebens und haben somit in diesem Zusammenhang ein eingeschränktes Persönlichkeitsrecht, da das Interesse der Öffentlichkeit überwiegt. Wenn Du offiziell akkreditiert bist, darfst Du auf dem Konzert fotografieren und benötigst nicht die gesonderte Einwilligung der abgebildeten Person, wenn Du die Bilder veröffentlichst. Dies gilt allerdings nur für redaktionelle Verwendung - also für den Verkauf der Bilder an Printmedien für diesen Nutzungszweck oder wenn Bilder im Internet veröffentlich werden. Ebenso ist die Nutzung für eigene Zwecke - auch auf Deiner eigenen, "kommerziellen" Homepage kein Problem.

Reine kommerzielle Nutzung - als Poster, Merchandising etc. ist aber nicht erlaubt, da Du nun die Bilder "zweckentfremdest". Oder anders gesagt, wenn Du eine Akkreditierungsanfrage stellst und angeben würdest, dass Du mit den Bildern anschliessend ein Poster erstellen und verkaufen willst, hättest Du die Akkreditierung sicherlich niemals erhalten.

Akkreditierungen sind für die berichterstattende Medien gedacht. Nicht für ein kommerzielle Nutzung. Um diese möglich zu machen, bräuchtest Du ein Release von dem Künstler oder dem Management.

Wenn Du also wirklich ein Poster damit machen möchtest, frag vorher nach. Ich würde Dir von Haus aus aber raten, es zu lassen.

Hoffe, dass hilft.

Guten Tag, ich interessiere mich jetzt schon bisschen länger für Konzertfotografie und frage mich allerdings, wie man an den "Job" rankommt. Wen muss man anschreiben, um die Erlaubnis zu bekommen auf Konzerten zu fotografieren? Das Management? Die Band selber? Sind Referenzen vorteilhaft? Ich habe zwar Mal auf einem Festival fotografiert, aber da war ich selbst in der Bandbetreuung und habe mich einfach durch meinen All Area Card zu den Fotografen gestellt und es halt für mich "fotografiert". Das ist mit dem offiziellen Fotografiererlaubnis zu vergleichen. Würde mich sehr freuen, wenn du antworten würdest. Liebe Grüße Jennifer
May. 29, 2016 by Jennifer Ehlers, Germany
Hi,

ich weiß natürlich nicht, wie fit Du schon in der Fotografie bist (also ob Du evtl. anderweitig schon tätig bist). Handwerklich solltest Du auf jeden Fall schon einmal recht weit sein und auch entsprechende Ausrüstung haben.
Dann würde ich versuchen, zunächst bei kleinen Konzerten zu üben und Referenzen zu erlangen. Vielleicht findest Du auch einen erfahrenen Kollegen bei Dir in der Region, der Dich mal mitnimmt (für ihn sollte es kein Problem sein, eine 2. Akkreditierung zu bekommen). So generierst Du auch Kontakte zu den Veranstaltern und Insidern. Mit dem Material und der Erfahrung dann auf Presse, Veranstalter etc. zugehen. Ein Auftraggeber sollte das Ziel sein. Oder eben Bands (aber bitte nicht im Sinne von „ich mach Fotos und die bekommt ihr dann umsonst“).

Ich hab vor eine Weile mal ein 2teiliges Interview gegeben. Das findest Du hier:
http://konzertfotograf.com/blog/2014/04/19/interview-konzertfotografie-konzertfotograf-2/

Interessant für Dich sollte 2-06 „Akkreditierung“ sein… vielleicht hilft Dir das noch ein bisschen weiter.

Viel Erfolg
Steffen

Hallo Steffen, deine Seite ist sehr Informativ und ich freue mich, dass du dein Wissen was du dir über Jahre angeeignet hast, mit uns teilst! Ich habe ein Problem mit den Nutzungsrechten und ich würde mich freuen, wenn du mir dazu weiterhelfen kannst. Ich bin durch ein Zufall an einer großen Veranstaltung geraten und durfte letztes Jahr dort auch mit einem weiteren Fotografen fotografieren. Die Veranstaltung ging über zwei Tage. Das Budget lag leider nur bei 2.000 Euro für beide Fotografen. Jetzt darf ich wieder für diese kommende Veranstaltung fotografieren. Die Veranstaltung selbst geht wieder über zwei Tage. Am ersten Tag gibt es eine Art meet and greet und am Folgetag einen Show-Tag, also eine Art Konzert. Beide Tage sind ganztags Reportagen. Der Auftaggeber ( also die Veranstaltung selbst ) möchte mich gerne wieder buchen. Nun möchte ich auch gerne ein ordentliches Angebot abliefern. Verhandeln kann man dann immer noch. Meine Frage: Wie kalkuliere ich am besten die Nutzungsrechte Kalkuliere ich diese überhaupt? Ich habe die MFM Bildhonorar Broschüre, aber leider expolodiert mein Kopf wenn ich diese lese, da ich einfach nicht weiß, welche ich anwenden muss. Der Auftraggeber nutzt die Bilder für eine Langzeitarchivierung auf der Internetseite und verbreitet die im Social Media um kommende und die vergangene Veranstaltung zu promoten, des Weiteren werden die Bilder für Vermarktungsmappen und für die redaktionelle Nutzung verwendet. Kann ich die Bilder auch an weitere Sponsoren verkaufen, z.B. Bravo, wenn es der Auftraggeber zulässt? Wie ist denn der allgemeine Ablauf bei solchen großen Veranstaltungen? Ich brauche dringend deinen Rat. Google spuckt dazu leider zu wenig aus :(. ich würde mich sehr freuen von dir zu hören. Beste Grüße Eric
Jun. 14, 2016 by Eric, Deutschland
Hallo Eric,

freut mich, wenn Dir die Seite gefällt und noch mehr, wenn sie Dir auch was bringt.

MFM… die wird Dir für die Kalkulation des eigentlichen Auftrages wenig helfen mit Ausnahme der Auftragsproduktionen (S. 71/72). Dort findest Du dann die Werte für ½ Tag (Euro 825), 8h (Euro 1100) und kompletter Tag (Euro 1350) als Richtwert für PR Aufnahmen (da würde ich Deinen Auftrag sehen). Interessant wird dann die MFM genau für die Fälle, die Du ja schon angesprochen hast…. wenn die Bravo jetzt ein Bild haben möchte, dann hilft Dir die MFM je nach Nutzung, Dauer etc. da den richtigen Wert zu finden.

Ich würde in so einem Fall dem Kunden eine Pauschale anbieten inkl. redaktioneller Nutzungsrechte (kommerzielle Nutzung habe ich bei Dir nicht rausgelesen) zeitlich und regional unbegrenzt unabhängig von dem verwendeten Medium. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn dann ein Dritter Bilder haben möchte, steht es Dir generell es einmal frei, ob Du dem Kunden Bilder gibst oder nicht. Dein Auftraggeber hat damit erstmal nichts mit zu tun (fragen sollte man aber vorher, um den Kunden nicht zu verprellen). Vorsichtig wäre ich auch, wenn es „ungewöhnliche“ Anfragen sind oder z.B. die „BILD“ Aufnahmen haben möchte. Es gibt einige Künstler, die gerade nicht wollen, dass Bilder dort dann landen (rechtlich dürftest Du es aber weitervermarkten).

Ein Tipp… kennst Du freelens e.V.? Wenn Du da Mitglied wirst, kannst Du deren AGB verwenden, was sehr viel wert ist. Parallel gibt es da auch eine Mailingliste für alle Mitglieder, eine Rechtsschutzversicherung und und und…. Mitgliedschaft hat sich für mich seit Jahren sehr gelohnt.

Falls Du noch fragen hast… her damit.

Viel Erfolg
Steffen

Hallo Steffen, Kompliment...erst einmal ein, ganz großes Lob von mir an dich. Deine Fotos sind einfach atemberaubend. Du bist immer in ganz bestimmten Momenten da, wo was passiert, also zur richtigen Zeit am richtigen Ort und fängst tolle Situationen ein. Gitarristen, die durch einen Sprung in der Luft sind, ein Rock-Sänger, der wärend seines Liedes einem seiner Fäns die Hand hält u.s.w....ich könnte so weiter schwärmen, aber ich muß dir ja nichts erzählen, das sind ja alles deine Werke. Beim Durchsehen der Bilder hat man das Gefühl auch auf dem Konzert gewesen zu sein...großartig. Auch ich habe mich schon des öfteren daran versucht tolle Fotos von Konzerten zu machen, es ist immer spannend, was dabei raus kommt, denn bisher habe ich versucht analog die Augenblicke einzufangen und da bekommt spannend noch eine ganz andere Bedeutung (wegen der Entwicklung). Es ist für mich ein schönes Hobby und ich verdiene damit kein Geld, dafür habe ich nicht nur drei Lieder Zeit, sondern drei Sets. Mein Freund ist Musiker (keyborder) und somit habe ich ab und an die Gelegenheit Fotos zu machen. So, nun aber zu meiner Fragen. Wann setzt du deinen Blitz ein? Das weis ich bei mir immer nicht so genau und es ist eine Sache die jeder Fotograf anders macht. Es gibt viele, die ihren Blitz benutzen und genau so viele... Blitzlicht zerstört ja auch das Bühnenlicht, oder wie siehst du das? Wenn du magst und wenn es deine Zeit erlaubt, würde ich mich über eine Antwort von dir sehr freuen. Liebe Grüße Mandy:-)
Jun. 7, 2012
Hallo Mandy,
vielen Dank für die nette Rückmeldung. Freut mich sehr, wenn Dir die Bilder gefallen. Toll!
Super ist auch, dass Du noch analog fotografierst... heute meint ja fast jeder, dass er aufgrund der Möglichkeiten am PC fotografieren kann und dann einfach mal loslegt und mehr Zeit am Rechner verbringt, als vielleicht mal bei den Aufnahmen sich einen Kopf zu machen, wie man von Anfang an anständige Bilder machen kann. Das ist aber ein anderes Thema....
Ich blitze i.d.R. bei Konzerten nie. Zum Einen, weil es verboten oder unerwünscht ist... zum Anderen... es geht auch ohne (entsprechende Optiken vorausgesetzt). Das ist aber nur der Regelfall und Du wirst mich auf Festival trotzdem immer mit Blitzgeräten auf den Kameras antreffen für den Fall der Fälle (dazu aber gleich mehr).
Die Aussage, dass man damit das Bühnenlicht "zerstört" ist nicht richtig. Es ist auch wieder "nur" eine Frage der Technik. Klar... wenn ich im "P" Modus loslege und den Rest dem Blitz überlasse, wird da wenig brauchbares bei rauskommen. Aber sobald Du manuell fotografierst auf 2. Belichtung, sollte das schon was werden. Pauschal kann ich Dir das aber nicht beantworten, da dies leider von der Situation abhängt. Es gibt aber Bands (bestes Beispiel ist Schandmaul), die fast null Headlight haben, dafür aber massig Licht von hinten kommt. Gerade in solchen Fällen, wenn Du es darfst, würde ich zum Blitz greifen um die Schattenbildung zu kompemsieren.
Blitzlich brauche ich aber auch spätestens dann, wenn der Sänger Stagediven geht oder sonstewas passiert, wo kein Licht ist. Dann mußt Du blitzen und das tue ich auch. Oder wenn Impressionen vom Publikum gemacht werden sollen oder eine Aufnahme hinter dem Schlagzeuger mit Publikum gemacht werden soll.
Hilft Dir das ein bisschen?
Alles Gute und herzliche Grüße
Steffen

Hallo! Ich bin begeisterte Hobbyfotografin und ich liebe es auf Konzerten die Bands und Leute zu fotografieren. Nun möchte ich gerne wissen ob es auch eine Ausbildung zum Konzertfotografen gibt? Wenn ja dürfen Sie auch ausbilden? Vielen Dank. Mit freundlichem Gruß Carina Breer
Jul. 14, 2011 by Carina Breer
Hi Carina,
ich wüsste nicht, bzw. glaube auch nicht, dass eine spezielle Ausbildung zu Konzertfotografen gibt. Ich weiß von mehreren Personen, die Workshops anbieten, wobei ich davon persönlich recht wenig halte (aber das ist nur meine bescheidene Meinung). Ich bin auch kein Fotografenmeister und darf daher nicht offiziell ausbilden.
Wenn ich Dich aber richtig verstehe, bist Du ja bereits als Konzertfotografin aktiv. Geht es Dir "nur" darum, Deine Fähigkeiten auszubauen, Tipps und Tricks zu erfahren? Dann würde ich mir an Deiner Stelle einen renommierten Konzertfotografen in Deiner Region suchen und ihn begleiten (z.B. als Assi). Vielleicht erwischt Du ja auch einen Festivalfotografen, der Dich unter seine Fittiche nimmt. Das hätte dann den Vorteil, dass Du über einen längeren Zeitraum jemanden begleiten kannst, der sicherlich auch die Akkreditierung für Dich regeln wird und vor allem dann auch die Zeit hat (z.B. in den Umbauphasen), Dir Sachen zu erklären, warum er gerade was gemacht hat.
Viel Erfolg und Grüße
Steffen

Hallo, am 1.2.2012 fotografiere ich mein erstes Konzert (Dropkick Murphys in Ludwigsburg, ich bin ein Fan). Ich habe eine Akkreditierung vom Südkurier und sie wollen die Bilder für ihren web Blog. Nun schwitze ich schon Blut und Wasser. Ich habe eine 5D Mark II und eine 20 D. Ein Canonobjektiv 24-70 2.8 und ein Canon 70-200 2.8 uSM II. Da ich sicher sehr aufgeregt sein werde, will ich alles so gut wie möglich voreinstellen.( Ich weiß ja nicht wie die Lichtverhältnisse sind und will alles so gut es geht abdecken) Ich habe mir folgende Einstellungen gedacht: Erstmal alles voreinstellen, Auto Weisabgleich, da das Licht eh ein wüstes durcheinander ist und man alles nachträglich anpassen kann. RAW natürlich, ich habe eine 32 MB Speicherkarte. Ich will die Customer C1-C3 wie folgt belegen C1: autoiso bis 3600, Tv mit 1/60, da dann alles scharf sein kann, Blende wählt er dann selbst. Messung Integral?, Reihenaufnahme mit Belichtungsreihenautomatik -2 0 +2, so denke ich, decke ich alle Eventualitäten ab. C2: falls es dunkler ist als gedacht alles wie C1 nur H1 also ISO 12600 C3: wie C2 nur mit Spotmessung für näher Aufnahmen der Musiker Damit ich auch den Drummer drauf bekomme habe ich noch die 20 D ( leider komme ich so kurzfristig an keinen besseren Body)mit meinem Tele und ISO bis 3600. Ich habe Testaufnahmen gemacht und festgestellt, dass mit höherer Iso zu fotografieren bessere Bilder ergibt als mit niedrigerem Iso und dann aufhellen mit Lightroom. Ach ja und Ettl Blitz mit abgeschaltetem Blitz damit ich mit dem Suchlicht des Blitzes scharfstellen kann. Falls es in Konzerten nötig ist. Wie gesagt ich habe keine genaue Vorstellung wie dunkel es ist, trotz der ganzen effektbeleuchtung. Man will ja die Musiker erkennen. Ich hab auch noch ne kleine Lumix für schnelle sozusagen Weitwinkelaufnahmen der ganzen Bühne Meine Frage jetzt. Sind meine Überlegungen für die Einstellungen soweit ok oder mache ich irgendwelche Denkfehler. Was rät`s du mir ? Bei DKM darf man nur das erste Lied fotografieren, es dauert 3,47 min. Darf man während des Konzertes noch von Hinten oben fotografieren ? Danke für die Antwort im Voraus. Ich brauche sie vor dem 1.2.2012
Jan. 28, 2012 by Monika Kunze, Germany
Hallo Monika,

bist Du sicher, dass man nur das erste Lied fotografieren darf? Das ist sehr unüblich, da die Band sich damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon im Vorfeld die Pressejungs und -mädels vergraulen - der Aufwand steht mit dem Nutzen ja in keinem Verhältnis mehr. Aber wenn dem so ist, wirst Du da auch nicht viel machen können, außer höfflich vor Ort noch mal zu fragen und auf die üblichen 3 Songs zu verweisen (oder Bilder anzubieten - ich glaube zwar nicht, dass ich das gerade schreibe, aber in Deinem Fall würde ich das vielleicht sogar tun, nur um ein bisschen mehr Zeit vor Ort zu bekommen).
Ob Du im Anschluss noch von hinten fotografieren darfst, solltest Du auch auf jeden Fall absprechen, dass es keinen Ärger gibt (der Veranstalter hat das Hausrecht und kann daher alleine bestimmen, wann wie wo und wie lange fotografiert werden darf). Falls er das aber erlaubt, auf jeden Fall das 70-200 auf die Mark II und die 20D zurück in die Tasche, da die nun wirklich nicht mehr up to date ist (vor allem was das Rauschen angeht).
Zu den Einstellungen.... ich glaube Du machst Dir da zu sehr einen Kopf. Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Konzert erinnern, verstehe das natürlich nur bringt es wenig, wenn Du zitterig und nervös im Bühnengraben stehst. Durchatmen und den Überblick nicht verlieren - das gilt auch für die Überprüfung der ersten Aufnahmen auf dem Display. Nur kurz sichten sonst verpasst Du bei einem Lied leider zu viel von dem Geschehen auf der Bühne.
Ich würde Belichtungsreihen auf einem Konzert nicht verwenden - schon gar nicht mit einer Mark II, da die einfach zu langsam ist und Du dann davon ausgehen musst, das 2 Bilder "nur zur Sicherheit" sind und das 3. passt. Auch wäre die Spreizung von 2 Blenden aus meiner Sicht viel zu groß. Wenn dann max. 1 Blende und das ist schon viel. ISO bis 4.000 sollte auf der Mark II kein Problem sein, wenn die Bilder für eine Onlinegalerie gedacht sind. Ich würde eher zu F 2.8 im AV Modus raten und dann sehen, was Du bei dem Licht vor Ort für Belichtungszeiten bekommst. Tiefenschärfe sollte nicht das Ziel der Aufnahmen sein, es sei denn, Du versuchst die komplette Band auf ein Foto zu bekommen, was wohl nicht realistisch sein dürfte. Wenn Du dann merkst, dass Du Belichtungszeiten von über 1/200 bekommst, runter mit ISO (ich rede aktuell nur von der Mark II mit dem 24-70).
Bei der Belichtungsmessung ist das auch so eine Sache.... wenn Du mehr Zeit hättest, würde ich evtl. zur Spotmessung tendieren. Hast Du aber nicht und von daher eher integral. Das sollte sicherer sein.
An die 20D mag ich nun gar nicht denken, wenn da ein 70-200 drauf ist. Meiner Erinnerung nach, rauscht die bei ISO 1200 schon so sehr, dass jeglicher Spaß aufhört. Und versteife Dich nicht auf die Überlegung, dass Du "unbedingt" den Drummer ablichtest. Gerade die sind so was von schwer zu fotografieren, da dort oft minimales Licht ist. Ich würde mich eher auf Sänger und die übrigen Frontleute konzentrieren und wenn Du dann noch Zeit (und akzeptables Licht hast) einen Versuch wagen, den Drummer zu fotografieren - mehr kann man während einem Lied nicht erwarten.
Ein paar letzte Tipps... (ohne Dir unterstellen zu wollen, dass Du das nicht weißt oder kannst).... übe mit der Kamera so lange, bist Du alle Einstellungen "blind" und in Sekundenbruchteilen verändern kannst. Denn da vor Ort das suchen anzufangen, kann nicht sein. Und... mache auch ruhig bei der Vorband schon mal ein paar Bilder. Das Licht wird zu 99% der Fälle wieder anders sein, aber es gibt Dir zumindest bei den ersten Versuchen ein Hinweis darauf, was Dich später erwarten wird. Pass auch auf, dass Du den Kollegen vor Ort nicht vor die Linse läufst und dann mit denen Ärger bekommst - gerade wenn Du nur ein Lied hast.

Das war's von den Einstellungen her... zusammengefasst: AV, F2.8, integral, fang mit ISO 4.000 an und regle runter, wenn das Licht besser sein sollte als gedacht, AWB und keine Belichtungsreihen sondern eher Belichtungskorrektur. Aber mehr als eine Blende sollte es dann doch nicht sein. Wünsch Dir viel Erfolg und falls Du Rückmeldung zu den Bildern hast oder Dich zu den Motiven austauschen möchtest, ruf an - das geht telefonisch einfacher.

Viele Grüße
Steffen

Hallo, da du auch schon eine Weile als Konzertfotograf arbeitest, hoffe ich, dass du mir weiter helfen kannst. In den letzten Jahren habe ich vorwiegend fuer eine Online Magazin Konzerte fotografiert. Da ich mir die Konzerte raussuchen und meist jemanden mitnehmen durfte, ist mir die minimale Bezahlung egal gewesen. Nun habe ich allerdings von einem aufstrebenden Schlagersaenger die Anfrage bekommen sein Konzert zu fotografieren. Da ich mit dieser Musik nicht viel anfangen kann und dort niemals freiwillig hingehen wuerde, sollen die Fotos an den Kuenstler verkauft werden. Nun bin ich mir aber nicht ganz im Klaren darueber, welche Rechte ich weitergeben muss/kann. Vertraglich wuerde ich festhalten, dass mind. 20 Bilder bearbeitet werden (wenn mehr tolle dabei sind, natuerlich mehr)und dass ich den gesamten Abend fotografiere. Weiterhin wuerde ich die Nutzungsrechte zeitlich nicht begrenzen. Verwendet duerften dann die Bilder fuer Werbe- und PR-Zwecke, von mir aus auch fuers CD-Cover. Wichtig waere mir jedoch, dass die Bilder nicht honorarpflichtig weiterlizensiert werden oder mit Postern Geld verdient wird. Das wuerde ich dann wenn der Fall eintreten sollte, nochmals klaeren. Vergesse ich hier irgend etwas? Denkst du, dass 150Euro ein angemessener Preis fuer meine Fotos ist? Vom Bekanntheitsgrad des Kuenstlers ausgehen, wuerde ich sagen, dass 150Euro kein Problem sind. Nur weiss ich nicht, ob das meine Fotos wert sind... Wenn du mir etwas weiter helfen kannst, waere ich dir sehr dankbar. Beste Gruesse, Susanne
Mar. 3, 2013 by Susanne, Deutschland
Hallo Susanne,
das mit Konzertfotografie nicht das große Geld zu verdienen ist, wissen wir alle. Euro 150,- kommen mir aber als sehr sehr günstig vor.
Wenn wir nur mal nach Aufwand rechnen (was wir ja nicht tun sollten, da es ja um Nutzungsrechte geht) gehen wir mal von 4 Stunden vor Ort aus. Bei einem kompletten Konzert wirst Du massig Fotos machen, die dann sortiert werden müssen und Du die anscheinend noch bearbeiten möchtest (ich gehe mal davon aus, dass Du Basiskorrekturen meinst). Da wirst Du dann sicherlich noch mal 4 Stunden vor dem Rechner sitzen. Da alleine kommen wir wenn wir mal 150 Euro Stundensatz nehmen und 75 für Bildbearbeitung etc. auf 700 Euro. Das wäre für mich ein regulärer Auftrag, den Kunden in anderen Bereichen ohne Probleme bezahlen würden.... sicherlich nicht so bei Konzertfotografie.
Wenn ich nun aber die Honorarliste MFM zur Hand nehme (immer noch die vom letzten Jahr... aktuelle Version hab ich immer noch nicht bekommen), schlägt alleine die Nutzung eines Bildes auf einem Veranstaltungsplakt mit einer Auflage von 1.000 Stück und einer Abbildungsgröße von sagen wir A4 mit 275 Euro zu Buche. Wenn Du die Nutzung nicht zeitlich (und regional) begrenzen möchtest, bleibt eigentlich nur ein BuyOut.
Auf keinen Fall, wie Du ja schon schreibst, würde ich dem Künstler Exklusivrechte anbieten. Auch würde ich versuchen die Nutzung zu konkretisieren und jede weitere Nutzung darüber hinaus zunächst ausschließen. Das kann man nachträglich auch noch vereinbaren wenn gewünscht. Auch würde ich die Anzahl der Bilder völlig offen lassen und zunächst dem Künstler nach dem Konzert eine Auswahl zukommen lassen, aus den er dann aussuchen darf. Je mehr Bilder... desto teuerer.
Hilft das ein bisschen. Ruf gerne mal an... sowas lässt sich sicherlich leichter am Telefon klären. Telefonnummern sind auf der Internetseite hinterlegt.
Viel Erfolg!

Hallo, ich gehe noch zur Schule in die 9. Klasse Realschule. Ich möchte Konzertphotograph werden. Wie wird mann Konzertphotograph. Danke für Ihre Hilfe MFG Julian
Apr. 24, 2011 by Julian, Saarbrücken
Hi Julian,
das könnte schwierig werden. Denn zumindest ich kenne keinen Fotografen, der ausschließlich von Konzertfotografie leben könnte.
Ich würde mich daher an Deiner Stelle nicht spezialisieren sondern zunächst generell den Beruf erlernen und dann weitersehen. Konzertfotografie ist auch ein sehrspezielles Genre, das nur wenig mit anderen Bereichen der Fotografie zu tun hat.
Wenn Du sicher im Umgang mit der Kamera und der Technik bist, versuche zunächst kleinere Konzerte oder Festivals zu fotografieren. Oder suche Dir einen erfahrenen Kollegen in Deiner Region, der Dich einführt, Tipps gibt und Dir bei einem Konzert zeigt, auf was es ankommt.
Viel Erfolg...

Hey Steffen, Ich habe folgendes Problem. Ich habe vor kurzem eine Akkreditierung für ein Konzert vom Manager eines Sängers erhalten und bin mir ein wenig unsicher was mit dem entstehenden Bildern passieren soll. Klar ich kann diese natürlich für meine Onlinepräsenz verwenden, wie du ja auch schon in einer anderen Frage deutlich gemacht hast. Ich möchte diese Chance aber gerne nutzen um einen Fuß ins Business zu bekommen ohne gleich zu Anfang übers Ohr gehauen zu werden. Sollte ich dem Manager also, auch wenn ich um die Akkreditierung gebeten habe, die Bilder schicken, da es sich so gehört und damit er sieht wie meine Arbeit an seinem Künstler war um vllt. Folgeaufträge zu bekommen? Oder soll ich die Bilder lediglich dafür nutzen um bei Magazinen eine gute Referenz angeben zu können? Es wäre super, wenn du mir einen kleinen Einblick in den "Start" geben könntest. Denn die Gefahr besteht natürlich, dass man dann gerne als Fotograf angeheuert wird, aber kein Geld dafür sieht. Ich danke dir schonmal Besten Gruß, Ned
Sep. 26, 2013
Servus Ned,
sorry für die späte Rückmeldung. Ich war im Ausland.
Klar kannst Du dem Manager die Bilder schicken. Das würde ich an Deiner Stelle in dem Fall auch tun. Nur solltest Du bitte nicht kostenlose Nutzungsrechte einräumen. Was nichts kostet, ist nichts wert und auch der Manager arbeitet nicht für umme sondern verdient damit sein Lebensunterhalt. Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob Du neu bei der Konzertfotografie bist, dass "nur" nebenbei machst oder langjähriger Berufsfotograf. Das Bild hat einen Nutzen und der sollte gerecht entlohnt werden - wer das Bild dann gemacht hat, ist zunächst nicht relevant. Ich schüttel immer wieder mit dem Kopf, wenn ich höre, dass ein Hobbyfotograf ja nicht so viel verlangen kann, denn er macht ja nur nebenbei Fotos. Stimmt nicht! Die Aussage ist genauso falsche wie die Denke, dass Berufsfotografen automatisch besser sind, als Amateure. Völliger Quatsch.
Auch ist z.B. die Angabe des Urheber kein "Entgegenkommen" sondern gesetzlich vorgeschrieben. Das ist auch immer wieder ein Fehler, den Viele machen und denken, dass sie einem Urheber was Gutes tun, wenn sie den Namen angeben - dazu sind sie verpflichtet bzw. bezahlen 100% Aufschlag, wenn sie den Urheber nicht nennen wollen oder können.
Lass Dich nicht unterkriegen. Gehöre aber bitte auch nicht zu denen, die diesen Bereich der Fotografie in Grund und Boden stampfen. Bei Hochzeitsfotografen sinken die Honorare ins bodenlosse, da ja heute fast jeder meint, das auch machen zu können. In der Konzertfotografie sind wir schon am Ende der Fahnenstange - es ist kaum mehr anständiges Honorar zu verdienen. Das ist eine sehr traurige Entwicklung. Von dem Niveau der Bilder, spreche ich gar nicht erst.
Alles Gute Dir und viel Erfolg
Steffen

Hey Steffen. Danke für die schnelle Antwort auf meine letzte Frage, ich werd versuchen, nochmal alle zu erreichen und deine Ratschläge zu beherzigen. Eine weitere Frage hätte ich trotzdem noch. Mit welcher Verhandlungsbasis wendet man sich als Quereinsteiger in dem Gebiet am besten an die einschlägigen Szenemagazine/-verlage? Bis jetzt habe ich eigentlich nur in kleinen Clubs und auf Studentenparties Konzertfotos gemacht, hab also noch nicht so viel hochwertiges Referenzmaterial. Soll ich denen davon trotzdem was in reduzierter Auflösung als Probe schicken oder nach dem Festival direkt die Ergebnisse von da? Oder einfach so eine formlose Anfrage ohne Bildmaterial vorab? Erwarten die evtl. sogar noch einen kurzen journalistischen Bericht über das Festival im Kontext mit den Fotos? (Eigentlich eine dumme Frage, aber als Einsteiger bin ich in diesem Punkt noch etwas unsicher... geht vielleicht auch anderen so.) Und dann noch aus reiner Neugier: Wieviel Ausschuss ist bei einem Konzert "normal"? Nochmals Danke für deine Antworten und dieses Blog. Dario
Jun. 21, 2012 by Dario
Hi Dario,
sorry für die späte Antwort... war 4 Tage auf einem Festival.
Ob Quereinsteiger oder nicht, macht aus meiner Sicht wenig Unterschied. Wenn Deine Aufnahmen gut sind und Du entsprechende Leistung ablieferst, soll dies auch entsprechend entlohnt werden. Das das im Bereich der Konzertfotografie schwer ist, steht auf einem anderen Blatt. Letztlich wollen da sehr viele rein und - ich übertreibe jetzt - würden sogar noch bezahlen, um Konzertfotos machen zu dürfen. Das ich als Berufsfotograf dies nicht gut heiße, brauche ich wohl nicht näher erläutern. Schlimm ist aus meiner Sicht eher, wenn die Bilder offensichtlich Müll sind, Anschnitte nicht passen oder das gleiche Motiv 10mal online ist, weil der Fotograf sich noch nicht mal die Mühe gemacht hat, die besten Bilder zu sichten und zu sortieren. Hier auch gleich die Antwort auf Deine Frage, wie viel Ausschuss.... der ist sehr hoch. Hoch sollte aber nicht bedeuten, dass die Bilder verwackelt, unscharf oder der Künstler gerade aus dem Bild gelaufen ist. Du hast ja nun als Konzertfotograf kaum Einfluss auf die Motive. Kaum heißt für mich... bewegen und das Motiv suchen. Dann die passende Einstellung, Anschnitt und das war es dann auch schon mit den Möglichkeiten. Von daher sollte sich der Ausschuss eher darauf begrenzen, dass Du von einer Situation mehrere Aufnahmen machst, und dann die auswählst, die am besten getroffen ist (vom Licht, der Körperhaltung des Künstlers, Mimik etc.). Als Beispiel... am Samstag standen die Apokalyptischen Reiter auf der Bühne... da habe ich mind. 3 Bilder gelöscht, auf denen der Künstler gerade in der Luft war. Ich hatte bereits ein besseres und dann geht eben dieses online. Grob geschätzt 80% Ausschuss ist normal (bei mir zumindest). Ich "hasse" aber auch Veröffentlichungen, wo Motive super ähnlich sind und dennoch online gehen. Weniger ist mehr (geht aber auch nicht immer).
Zu der anderen Frage... baue Dir ein Portfolio auf. Wenn ich Kunden anschreibe, die mich nicht kennen und für die ich gerne tätig werden möchte, stelle ich mich vor, nenne Referenzen und Ansprechpartner und schicke einen bunten Blumenstrauß an Bildern mit. Das würde ich Dir auch empfehlen.
Viel Erfolg!

Hey,ich hatte vor einiger zeit konzertfotos von einer Band gemacht( offiziel für eine Zeitung akkreditiert. bin seit kurzem selbständig im bereich Fotografie. nun meine Frage. Darf ich die Bilder auf meine Homepage zur Eigenwerbung stellen und dürfte ich ich evtl die Bilder verkaufen . Danke für eine kurze Info. gruss Andreas
Mar. 1, 2016 by andy, Stuttgart
Hi,
für kommerzielle Zwecke brauchst Du das Einverständnis der Band. Redaktionell dürftest Du sie aus meiner Sicht eigentlich an andere Verlage etc. verkaufen, ABER... wenn ich Dich richtig verstanden hab, warst Du im Auftrag einer Redaktion da. Diese nun an Dritte zu verkaufen, könnte einen faden Nachgemschmack hinterlassen.
Anders ausgedrückt. Wenn Du für die "BILD" fotografierst, würdest Du bei einigen Bands mit Sicherheit niemals eine Akkreditierung bekommen. Wenn Du Dich aber für - sagen wir mal für die TAZ - akkreditierst und verkaufst dann die Bilder weiter an die BILD... da warst Du mit Sicherheit das erste und letzte Mal bei dieser Band. Lass es lieber oder frag vorher nach.

Hey. Seit kurzem bin ich als freiberuflicher Fotograf unterwegs und würde meinen Bereich auch gerne auf Konzertfotografie ausdehnen. Insofern finde ich es toll, dass du dir die Mühe mit dieser Seite hier machst und in Zukunft Blog-Artikel mit Tipps und Tricks veröffentlichst. 🙂 Ich hätte nur mal eine kurze Frage zum Thema Festivals. In gut einem Monat findet hier in der Nähe wieder ein (relativ kleines und unabhängiges) Festival statt, auf dem ich gerne fotografieren würde. Von den Betreibern habe ich bis jetzt noch keine Rückmeldung zum Thema Akkreditierung bekommen. Dafür habe ich aber von einer befreundeten Band, die da spielt, eine informelle mündliche Zusage bekommen. Würde sich in dem Fall meine "Akkreditierung" nur auf den Auftritt dieser Band beschränken oder gilt die auch für die übrigen 24 Bands bzw. an den anderen Tagen?
Jun. 20, 2012
Hi Dario,
freut mich, wenn Dir die Seite was bringt und ein bisschen weiterhilft.
Zu Deiner Frage... der Veranstalter hat das Hausrecht. Genau genommen kann er alleine entscheiden, wer was darf. Er wird aber kaum, wenn eine Band ihn um eine Akkreditierung für Fotoaufnahmen von der befreundeten Band das verbieten (könnte er aber). Nun kommt es drauf an... i.d.R. bekommen Bandmitglieder (auch Merch, Groupies ;-D, Tour Securities etc.. und eben auch die Bandfotografen) einen All Access bzw. Artist Pass... was Du damit darfst, hängt dann von der Veranstaltung ab.
Genau genommen, gilt diese Akkreditierung (wenn über die Band besorgt) nur für diesen Auftritt (mit allen Sonderrechten, die Dir die Band einräumt.. also nicht nur die ersten 3 Lieder, auch auf und von der Bühne fotografieren) und natürlich nicht für andere Bands. Du hast dann aber natürlich den großen Vorteil, dass Du Deinen Fuß ja eh schon in der Tür hast, Backstage kommst und somit mit Tour Managern und Bands sprechen kannst. Und ich würde auch mit dem Veranstalter vor Ort sprechen. Biete ihm ggfl. Bilder an (aber bitte nicht kostenlos und auch nicht als "Gegenleistung", dass die Deinen Namen drunter schreiben). Auch vielleicht nur zur Ansicht, dass er sich über Deine Fähigkeiten ein Bild (im wahrsten Sinne des Wortes) machen kann.
Ein Tipp noch... sprech vor dem Auftritt von der befreundeten Band mit den Securities. Die sollten vorher wissen, dass Du da länger als 3 Lieder rumhüpfst. Nicht, dass die Dich nach 3 Lieder erst mal entfernen, weil sie nichts anderes wissen und du dann das diskutieren anfängst. Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass die weitaus zugänglicher sind, wenn man sie einbezieht.
Viel Erfolg
Steffen

In der Konzertfotografie hat man als Anfänger meines Erachtens den Nachteil, dass es sich bei Konzerten um eine Situation handelt, die man nur schwer vorher üben kann. Im Klartext bedeutet dies, dass man auf Konzerte angewiesen ist, um in der Konzertfotografie besser zu werden. Wenn ich mir zum Beispiel meine ersten live Fotos in einem kleinen Club mit katastrophal schlechtem Licht anschaue und diese mit dem vergleiche, was ich jetzt unter gleichen Lichtbedingungen abliefere, dann sehe ich eine massive Verbesserung. Und genau da sehe ich aber auch ein Problem. Einerseits möchte ich weiter Üben und noch besser werden wofür ich kleine Underground Konzerte brauche, andererseits möchte ich mich aber auch nicht ausnutzen lassen. Kurz gesagt: Was für Nutzungsrechte kann man kleinen Underground Bands zumuten? Veröffentlichung auf Facebook, aber weitergehende Nutzung (Veröffentlichung in der Presse, Albeninlets, Poster, sonstiges Merchandise, etc.) nur nach Absprache, d.h. Bezahlung? Dabei stellt sich auch die Frage, was überhaupt eine Underground Band ist, d.h. bis zu welcher Hallengröße man bei einem Headliner überhaupt noch von Underground sprechen kann…
Jun. 5, 2016
Hi Markus,
wie Du schon schreibst, wird man erst durch Übung besser bzw. gut. Diese Kenntnisse sind aber meiner Meinung nach die Voraussetzung, um auch ernst genommen zu werden. Wie oft sieht man grottenschlechte Bilder oder eine Galerie mit 5 fast identischen Bildern mit dem gleichen Bildausschnitt (und das auch von guten Fotografen)... das muss doch nicht sein.
Zu Deiner Frage, was man berechnen kann soll. Wichtig finde ich, dass Bilder nicht vrschenkt werden sondern honoriert - in welcher Form auch immer. Klar freuen sich Bands über kostenlose Bilder. Spielt eine solche Band auch für umsonst? Leider gibt es mittlerweile schon fast die Erwartungshaltung, dass man Bilder kostenlos als Band bekommt (wo das wohl herkommt.... hm???).
Ich finde das grundlegend falsch. Es ist auch völlig unerheblich, ob man Hobbyfotograf ist oder Profi.... es geht um Bilder und Nutzen die entlohnt werden. Natürlich verstehe ich Personen, die einen "richtigen" Job haben und davon ihren Lebensunterhalt sichern... das ändert aber nichts an den Bildern und die Nutzungsrechte, die übertragen werden. Ich finde auch Fragen, was denn genau Person X oder Y verlagen sollte, falsch. Es sollte keine Rolle spielen, welche Person (ob nun Berufsfotograf oder nicht) die Aufnahmen erstellt hat sondern am Ende nur um Nutzen der Bilder.
Ich würde an Deiner Stelle nachfragen, was die kleineren Bands wollen. Wenn man schon mit denen in Kontakt ist, vielleicht auch nachfragen, was für Bilder sich gerade diese Band wünscht und darauf eingehen. Wenn es eine kleine Band ist, vielleicht einen niedrigen Umkostenbetrag (Du fährst da ja hin, musst was essen und trinken.... von dem Equipment rede ich gar nicht). Wenn sie das dann aus welchen Gründen auch immer nicht bezahlen können/wollen... dann sind die gefragt mit einem Angebot zu kommen. Aber bitte nicht nach dem Motto, wir schreiben die Fotocredits dazu und das ist Werbung für den Fotografen und Dank genug.... das geht gar nicht!
Viel Erfolg
Steffen


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